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Aufnahmelicht unter Wasser 1)Bei Aufnahmen unter Wasser ändern sich Licht- und Farbverhältnisse erheblich. Während sich in der Luft ein Unterschied nur bei starken Höhenänderungen bemerkbar macht, wechselt die Farbe im Wasser schon bei wenigen Metern Tiefe so kräftig, daß Filme dadurch beeinflußt werden. Bild 1 gibt einen Anhaltspunkt, wie sich die Lichtverhältnisse mit zunehmender Tiefe verändern.
Bild 1: Durchlässigkeit von Wasser Betrachtet man die einzelnen Wertreihen der Tabelle 1, so wird man leicht feststellen, daß jeder Film (für Lichtverhältnisse in Luft hergestellt) im Wasser zu viel blaues Licht erhält und somit bei Colorfilm blaustichig, bei Schwarzweißfilm falsch getönt wird. Schon im reinen Wasser gibt der Farbfilm in mehr als 10 m Tiefe rot als braun bis schwarz wieder, aber auch andere Farben werden verfälscht. Für Tageslicht-Colorfilm sind die Möglichkeiten der farbrichtigen Wiedergabe bei Verwendung von Filtern aus der Tabelle ersichtlich.
Die Verwendung von Infrarotfilmen unter Wasser ist nahezu unmöglich, da das Wasser alle Wärmestrahlung absorbiert. Beim Schwarzweißfilm ist Wert auf hohe Empfindlichkeit im Blau-Grün-Gelb-Bereich zulegen. Hohe Rotempfindlichkeit des Filmes ergibt eine hohe Gesamtempfindlichkeit, die im Wasser nicht ausgenutzt werden kann. Bei Verwendung von Kunstlicht in tiefen Gewässern kann der Tageslichtfilm beibehalten werden, da das Wasser als Ausgleichsfilter wirkt. Fotolicht bei 4-6 m Lichtweg ergibt eine brauchbare Wiedergabe auf Tageslichtfilm. Zusammenfassend wäre festzuhalten, daß die Filtertechnik auch unter Wasser eine erhebliche Verbesserung der Wiedergabe ermöglicht, wenn auch die sehr feine Abstufung wie bei Licht-Luft-Verhältnissen kaum möglich ist.
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