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Konversionsfilter kontra CC-Filter

Farbstich-Korrekturfilter oder CC-Filter wirken gezielt auf relativ eng begrenzte Farbbereiche, während Konversionsfilter die Wirkung der Farbtemperatur der Beleuchtung beeinflussen. Beide Filtertypen werden nicht selten verwechselt.
 
Um sich die
Unterschiede zwischen den LB- oder Konversionsfiltern und den CC- oder Farbstich-Korrekturfiltern klarzumachen, muss man das weiße Licht in sein Spektrum von Violett über Blau, Blaugrün, Grün, Gelb und Orange bis Rot zerlegen. Das weiße Sonnenlicht, wie es durch die Luftschicht zur Erde gelangt, hat über das gesamte Spektrum hinweg etwa gleiche Intensität (Energieverteilung).

Dass uns dennoch nicht alle Farben gleich hell erscheinen, liegt an der für die verschiedene Wellenlängen unterschiedlichen Empfindlichkeit des Auges. Glühlampen sind wie die Sonne „Temperaturstrahler", aber ihr Glühdraht hat eine viel niedrigere Oberflächentemperatur (z. B. 2700 K) als die Sonne (5600 K). Sie geben deshalb aufgrund physikalischer Gesetze sehr viel weniger kurzwellige als langwellige Strahlung ab, also weniger Blau als Rot.

Mit LB- oder Konversionsfiltern ist dieses Ungleichgewicht korrigier-
bar: Blaue Konversionsfilter für Kunstlichtaufnahmen auf Tageslichtfilm absorbieren wenig Grün, mehr Gelb und noch mehr Rot, also mit zuneh-
mender Wellenlänge immer stärker, bis die gleichmäßige Verteilung erreicht ist, die Tageslicht-Diafilm für korrekte Farbwiedergabe benötigt.

Rötliche Konversionsfilter dagegen nehmen auf der kurzwelligen Seite Licht weg, also wenig Gelb, mehr Grün und noch mehr Blau, damit zum Beispiel das weiße Tageslicht eine spektrale Energieverteilung wie das rotlastige Kunstlicht bekommt.

Die Farbstich-Korrekturfilter (bzw. CC-Filter) jedoch wirken selektiv auf schmale Farbbereiche. Damit ist zwar die Farbtemperatur nicht anpassbar, aber die meistens monochromen Farbverfälschungen durch farbige Reflexionen, Schwarzschild-Effekt bei Langzeitaufnahmen und emulsions- oder entwicklungsbedingte Farbstiche sind damit gezielt korrigierbar. Sogar die stark variierenden Farbstiche unterschiedlicher Leuchtstoffröhrentypen lassen sich damit beseitigen. Die Profis setzen zur Ermittlung der richtigen Filterstärke 3-Farben-Farbtemperatur-Meßgeräte ein, die außer Kelvin- und Mired-Werten auch die CC-Filterwerte anzeigen.
 

Farbmischung

Subtraktive Farbmischung liegt vor, wenn Filter übereinander im Lichtweg liegen. Vom durchfallenden Licht nimmt jedes Filter etwas weg, und zwar jeweils seine Komplementärfarbe (ein gelbes Filter reduziert also Blau). Weil wegnehmen auch „subtrahieren" heißt, wird diese Farbmischung subtraktiv genannt.

Cyan (ein grünliches Blau), Magenta (Purpur) und Yellow (Gelb) sind die Grundfarben der subtraktiven Farbmischung. Aus nur drei CMY-Filterfarben können schon fast alle zur Korrektur von Farbstichen in Fotos benötigten Filterfarben erzeugt werden.

Additive Farbmischung liegt vor, wenn verschiedenfarbige Filter vor mehreren Lichtquellen ein und denselben Gegenstand beleuchten. Jede Lichtquelle „addiert" zu der schon vorhandenen Lichtmenge weiteres Licht, und daher heißt diese Farbmischung additiv.

Rot, Grün und Blau sind die Grundfarben der additiven Farbmischung. Obwohl sich die Farben übereinandergelegter Filtern nicht additiv, sondern subtraktiv mischen, sind diese Filterfarben zweckmäßig. Rot, Grün und Blau sind nämlich zugleich Mischfarben je zweier subtraktiver Grundfarben: Rot etwa ist die Mischfarbe von Magenta und Gelb. Damit kann der Fotograf die Zahl der Filter im Lichtweg kleinhalten.

 

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