|
Diese Forderung ist schon aus physikalischen Gründen
nicht streng erfüllbar. Es treten im gesamten Bereich, von den groben
bis zu den feinsten Strukturen, mehr oder weniger große
Kontrastverluste auf. Dieser gesamte Strukturbereich wird nun
zahlenmäßig erfaßt durch die Anzahl von Linienpaaren pro Millimeter
( Ortsfrequenz R [1/mm] ).
Die MTF beschreibt den in der Bildebene noch
auftretenden Kontrast in Abhängigkeit von der Anzahl der Linienpaare
pro Millimeter.
Die Abkürzung MTF drückt diesen Sachverhalt aus, sie
kommt aus dem englischen: Modulation Transfer Function
( Modulations- oder Kontrastübertragungsfunktion ). Dies führt zu
einer Kurvendarstellen, wie sie links zu sehen ist.
Wie ersichtlich, wird die Modulations-
wiedergabe für
feinere Strukturen immer schlechter und sinkt für eine bestimmte
Anzahl von Linienpaaren pro Millimeter auf Null. Für den
Schärfeneindruck ist also nicht diese höchste Ortsfrequenz
maßgebend, sondern eine möglichst hohe Kontrastwiedergabe über den
gesamten Ortsfrequenzbereich, bis zu einer vom Anwendungsfall
abhängigen höchsten Ortsfrequenz.
|