... Fotoobjektive


Weitwinkelaufnahme ohne Centerfilter: Randlichtabfall in den Bildecken
 


Bedampftes Centerfilter für WeitwinkelobjektiveHerkömmliches bedampftes Centerfilter
für Weitwinkelobjektive


Weitwinkelaufnahme mit digitalem Centerfilter: Randlichtabfall in den Bildecken egalisiert

Im Sinne der technisch möglichst optimalen Aufnahme haben Schneider-Kreuznach und
die Fa. Nurizon, anerkannter Spezialist für Bildbearbeitungssoftware, einen Digital
Centerfilter
realisiert, der als Plug-in für Photoshop® ab CS2 entwickelt wurde.

Diese Centerfilter basieren auf den exakten Rechnungsdaten des Objektivs und
garantieren eine bestmögliche Korrektur.

Ab 3. Mai 2010 ist bei jedem Weitwinkelobjektiv die Software für das Photoshop Plug-in als auch die objektivspezifische Datei für den Digital Centerfilter im Preis enthalten und muss nur noch frei geschaltet werden.

 

 

Was ist ein Centerfilter?

Bei Weitwinkelobjektiven entsteht mit zunehmendem Bildwinkel ein physikalisch bedingter Randlichtabfall, der die Bildecken dunkler erscheinen lässt, was in vielen Fällen störend wirkt. Zum Ausgleich dieses Helligkeitsabfalls wurden in der klassischen Silberfotografie konzentrische Verlaufsfilter, d.h. Filter mit einer größeren Dicht in der Bildmitte und zunehmender Transmission zum Rand, sogenannte Centerfilter, entwickelt.

Centerfilter für analoge Fotografie müssen bei der Belichtung des Films am Objektiv angebracht sein und korrigieren den Helligkeitsabfall um einen definierten Wert, meist 1,5 oder 2 Blendenstufen. Sie bestehen aus einer Glasscheibe, die in einem komplexen Prozess mit dem speziellen Verlauf beschichtet wird und einem Filterhalter der diese Scheibe an exakt berechneter Position vor der ersten Linse platziert.

Nachteile dieser Centerfilter sind:

  • Mögliche Vignettierung bei Ultraweitwinkeln > 100°
  • Mehrfachverwendung von Filter, z.B. zusätzlicher Polfilter
  • Gefahr von Reflexen, Spiegelungen und Geisterbildern an der Planfläche des Filters bei ungünstigen Lichtbedingungen
  • Helligkeitsverlust bei der Bildeinstellung
  • Störung der Symmetrie bei hochauflösenden Objektiven

 

Warum einen Digital Centerfilter?

Im Gegensatz zur analogen Fotografie wird in der Fotografie mit Digitalkameras jedes Bild in einer Datei gespeichert und mit einer Software bearbeitet. Kennt man nun den Helligkeitsabfall des Objektivs über den gesamten Bildkreis, kann man diesen in der Software korrigieren, solang die Bildränder ausreichend belichtet sind. Dieses Verfahren funktioniert auch bei analogen Aufnahmen, wenn diese für die weitere Bearbeitung oder Druck digitalisiert werden.

Digitales Centerfilter
Bild 1: Digital Centerfilter als Photoshop® Plug-in

Die Vorteile eines Digital Centerfilter sind:

  • Anwendung nach der Aufnahme, d.h. die volle Einstellhelligkeit des Objektives bleibt erhalten.
  • Nahezu 100%ige Korrektur, auch bei Verschiebungen (Werte der Verschiebung xy können eingegeben werden).
  • Stufenlose Korrektur des Belichtungswertes möglich, d.h. 1/10 Blende, 0,5 Blenden oder 1,5 Blenden, alles ist möglich.
  • Eine Korrektur kann man gegebenenfalls verwerfen und wiederholen.
  • Kein zusätzliches Glas vor der Optik, das Reflexe erzeugt oder die Auflösung heruntersetzt und keine Vignettierung von Fassungsteilen.

weiter zur Installation, Aktivierung und Handhabung des Digital Centerfilters

 


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